Über trauer-now.de

Wofür steht das Onlinemagazin Trauer Now?

Um heilsam trauern zu können, brauchen wir individuelle Rituale und echte Orte. Das Onlinemagazin Trauer Now zeigt Lösungswege und gibt Inspirationen, wie der Abschied von einem Menschen in der heutigen Zeit besser gelingen kann.

Warum braucht es Trauer Now?

Trauern ist etwas, über das wir ungern sprechen. Die Trauer ist eines der letzten Tabuthemen in der breiten Öffentlichkeit, obwohl sie im Laufe unseres Lebens jeden betrifft: Zielgruppe 100 Prozent.

Wir diskutieren heute offen und aktiv über Themen wie Klimawandel und Chancengleichheit. Diese offene Haltung gegenüber solchen gesellschaftlich-relevanten Themen eröffnet einen neuen Blick, um auch über das Tabuthema Trauer zu sprechen.

Trauern neu denken

Seit vielen Jahren bestimmt die wiederkehrende Debatte über die „Verdrängung der Trauer aus dem Alltag nach dem Tod eines geliebten Menschen“ auch die fachliche Diskussion zur Situation der Friedhöfe. Die uneingeschränkte Akzeptanz des Friedhofs als ein von einer breiten Bevölkerungsschicht akzeptierter Beisetzungs- und Trauerort schwindet. Bereits 10 Prozent aller Beisetzungen finden in Deutschland außerhalb der Friedhöfe statt – Tendenz stark steigend.

Es ist Zeit, dass wir uns den tieferliegenden Bedürfnissen einer gelungenen Trauerarbeit stellen. Dafür brauchen wir die Diskussion in Deutschland sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die Angehörige und ihre Trauer enttabuisiert: Nicht die Toten trauern, den Angehörigen gehört die Trauer. So können die Bestattung und der Friedhof an sich wieder eine wichtige gesellschaftliche Funktion erhalten. Der Friedhof kann dadurch so wirkungsstark sein, dass er zu einem „Kraftort“ wird, aus dem Menschen Energie ziehen können. Damit hat er auch für das Gemeinwohl einer ganzen Kommune eine wertvolle, positive Wirkung.

Den Menschen einen Beisetzungsort aufzuzwingen, der für sie keine Funktion und damit keinen Nutzen hat, ist sinnlos. Menschen brauchen einen Ort, an dem sie mit ihrer Trauer so frei umgehen dürfen und können, wie es ihnen gut tut. Dazu muss die Welt der Friedhöfe nicht völlig neu erfunden werden. Ein achtsames Hinschauen und das Erkennen, was dort passiert und warum die Menschen so handeln, wie sie handeln, genügen. Menschen brauchen auf dem Friedhof Beisetzungsorte, die einen fließenden Übergang aus der Trauer heraus hin zum Gedenken an Verstorbene ermöglicht.

Die Trauer gehört den Angehörigen

Wir möchten das Auseinandersetzen mit einer heilsamen Trauerkultur anregen, die den Menschen mit seiner Trauer in den Mittelpunkt rückt. Es ist an der Zeit, überholte Denkmuster in Frage zu stellen. Lasst uns über Trauer, Tod und Sterben miteinander austauschen. Das Online-Magazin trauer-now.de stellt hierfür Leitfäden, Interviews und Ratgeberberichte bereit, macht neue Erkenntnisse zur Trauerforschung zugänglich und antwortet auf Fragen wie „Wann darf ich nach einem Verlust wieder lachen?“

Wer steht hinter Trauer Now?

Hinter dem Onlinemagazin trauer-now.de steht das Projekt „Raum für Trauer“, das sich zusammengefunden hat, um den Umgang mit Trauer der deutschen Bevölkerung nachhaltig zu verändern. So kann sich eine wertvolle sozialgesellschaftliche Kompetenz entwickeln.

Das Projekt setzt sich aus verschiedensten Expert*innen und Vertreter*innen aus unterschiedlichsten Bereichen wie der Wissenschaft (Soziologie und Psychologie), Trauerbewältigung, Architektur, Planung, Friedhofsträgern, Wirtschaft und Journalismus zusammen. Ideeller Träger des Projekts ist die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V., die seit 1992 das Museum für Sepulkralkultur in Kassel betreibt, um den Themen Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken einen Ort zu geben.